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Heißwickler

HeißwicklerHeißwickler gehören zu den Lockenwicklern die erstmals um 1910 zum Einsatz kamen. Entwickelt hat sie damals ein deutscher Frisör, Herr Karl Ludwig Nessler im Rahmen einer neuen Methode um aus normalem Haar Locken zu machen. Die Rede ist von der Dauerwelle. Seit damals sind Locken nicht mehr wegzudenken. Vor allem in den Vierzigern und Fünfzigern wurden die Lockenwickler stark weiterentwickelt. So wurden die ersten Locken noch unter einer großen Fönhaube gemacht.

Heutzutage ist das Lockenwickeln schon um einiges einfacher geworden. Große Entwicklungen wie der Lockenstab oder die Lockenbürste haben viele neue Möglichkeiten für Locken geschaffen. Aber auch wenn die Lockenwickler schon etwas älter sind, wurden sie niemals komplett vergessen. Mit dem Heißwickler haben sie sogar eine Wiedergeburt durch neue Technik erfahren. Die Heißwickler haben den großen Vorteil, die Wärme aus ihrem Inneren an die Haare abgeben zu können. Damit müssen die aufgerollten Haare nicht mehr mit dem Fön oder der Fönhaube erhitzt werden. Das spart viel Zeit und Geld, denn damit sind Locken auch zu Hause kinderleicht hinzubekommen und diese Lockenwickler sind auch schon sehr günstig zu haben. Da sie die Wärme von selbst abgeben und Sie sich nicht mehr darum kümmern müssen, kann die gewonnene Zeit für sinnvolle Dinge verwendet werden. Wie die weiteren Vorbereitungen für die Party oder etwas essen.

Wie muss ein Heißwickler angewendet werden?

Heißwickler haben genauso wie auch andere Lockenwickler die Aufgabe, glatte oder normale Haare in eine prächtige Lockenmähne zu verwandeln. Der große Vorteil von Heißwickler ist, dass sehr einfach verschiedene Lockengrößen gemacht werden können. Egal ob feine Ringellöckchen oder große Wellen, das alles kann sehr leicht mit den Heißwickler umgesetzt werden. Für besonders große Locken oder Wellen sollten Sie Heißwickler mit einem großen Durchmesser anwenden. Wenn allerdings eher kleine Locken das Ziel sind, dann sollten Sie Heißwickler mit einem kleinen Durchmesser verwenden. Natürlich sind auch alle Größen dazwischen möglich, Sie benötigen nur die passenden Heißwickler dafür.

Auch bei der grundlegenden Anwendung unterscheidet sich ein Heißwickler nur geringfügig von einem normalen Lockenwickler. Bei der Anwendung ist auch die Größe der gewünschten Locken egal, denn unabhängig von Durchmesser werden die Heißwickler immer gleich in das Haar eingearbeitet. Wir haben uns eingehend mit den Heißwickler beschäftigt, und haben einige Punkte zur richtigen Anwendung zusammengefasst. Diese sind sowohl für Anfänger als auch Profis geeignet, denn wir decken alle wichtigen Dinge ab und jeder kann noch etwas dazulernen. Als Vorbereitung auf das Lockenwickeln sollten die Heißwickler aufgeheizt sein, damit Sie direkt loslegen können.

Profi – TIPP: Da bei so ziemlich jeder Methode zum Lockenwickeln hohe Temperaturen eingesetzt werden, sollten die Haare immer geschützt werden. Auch wenn die Einwirkzeit der Temperatur nur kurz ist, kann das Haar geschädigt werden. Deswegen sollten Sie immer einen Hitzeschutzspray verwenden, denn damit können Sie Ihr Haar nicht nur schützen sondern auch pflegen.
  • Ob die Locken in leicht feuchtes oder trockenes Haar eingearbeitet werden sollte, gibt es unterschiedliche Philosophien. Es wird gesagt, mit feuchten Haaren werden die Locken schöner, und mit trockenem Haar halten sie länger. Ob es wirklich einen Unterschied zwischen diesen beiden Meinungen gibt, überlassen wir Ihnen, denn jeder sollte so seine Locken wickeln, wie es für ihn passt. Aber was wir auf jeden Fall empfehlen möchten, ist eine kleine Portion Schaumfestiger vor dem Wickeln in das Haar einzukneten und die Haare dann mit einem Kamm von Knoten und Filzen befreien, denn dann können schönere Locken erzielt werden.
  • Je nach gewünschter Frisur sollten nun die Haare abgeteilt werden. Wenn Sie hauptsächlich Volumen in Ihr Haar bringen möchten, sollten Sie Ihre Haare nach hinten kämmen und so die Strähnen abtrennen. Wenn Sie allerdings normale Locken haben möchten, sollten die Haare in drei Partien abgetrennt werden. Zuerst wird der Oberkopf separiert, indem alle Haare oberhalb der Schläfen abgetrennt werden. Übrig bleiben die beiden Seitenpartien die von der Schläfe bis zum Hinterkopf reichen.
  • Nun sollte mit der vordersten Strähne an der Stirn begonnen werden. Die Strähnen sollten etwas schmäler als der Heißwickler sein, um gut gehalten zu werden. Ziehen Sie nun die Strähne mit einem Kamm sauber vom Kopf weg, und setzten Sie den Heißwickler mittig an der Untersite des Haares an. Dann wird die vordere Hälfte bis zur Haarspitze um den Heißwickler gewickelt.
  • Wenn der vordere Teil aufgewickelt wurde, kann der ganze Lockenwickler gedreht werden um auch die hinteren Haare aufzuwickeln. Wenn Sie beim Haaransatz ankommen muss der Heißwickler noch fixiert werden. Wenn beim Heißwickler keine Klammer oder ähnliches zum Fixieren der Haare da ist, können Sie auch einfach eine große Haarklammer nehmen.
  • Ab hier können Sie die letzten beiden Punkte wiederholen, bis alle Strähnen auf die Heißwickler aufgewickelt wurden. Am einfachsten ist es, wenn Sie sich von vorne nach hinten am Oberkopf durcharbeiten und dann die seitlichen Partien machen.
  • Genau hier greift nun der riesen Vorteil von einem Heißwickler. Jetzt kommt der Punkt zum Trocknen der Haare, wenn die Locken mit feuchtem Haar gewickelt wurden. Je nach Lockenwickler müssen nun die verschiedensten Anstrengungen gemacht werden, um die Haare zu Trocknen. Bei einem Heißwickler dagegen ist dieser Schritt denkbar einfach, denn der Lockenwickler an sich ist ja schon heiß. Also muss nur gewartet werden bis dieser ausgekühlt ist, und schon sind die Haare trocken und die Locken fertig. Wenn Sie Ihre Locken mit trockenem Haar wickeln wollen, dann müssen Sie an diesem Punkt dennoch die Haare erhitzen, um ihnen die Lockenform zu geben. Das übernimmt auch der Heißwickler.
  • Wenn alle Heißwickler erkaltet sind, können Sie vorsichtig aus dem Haar gelöst werden. Deswegen vorsichtig, weil bei zu wildem Anreißen werden die Locken wieder zerstört. Wenn alle Lockenwickler entfernt wurden, sollten die Haare mit den Fingern oder einem besonders groben Kamm aufgelockert werden, damit die Locken natürlich fallen. Abschließend kann noch etwas Haarspray aufgetragen werden um die Locken zu festigen, aber nicht zu viel denn sonst hängen sich die Locken schnell wieder aus.

Funktionsweise der Heißwickler

Wo bei herkömmlichen Lockenwicklern die, für Locken erforderliche, Wärme von außen eingebracht werden muss, ist das bei einem Heißwickler nicht nötig. Er wird in einer Station aufgewärmt und gibt seine Wärme an das Haar ab, das um ihn herum gewickelt wurde. Sobald der Heißwickler kalt geworden ist, kann er aus dem Haar entfernt werden. Dann sind die Locken fertig.

In der Wartezeit von 30 bis 45 Minuten können alle Dinge normal erledigt werden, wie Essen kochen, den Haushalt machen oder am Laptop sitzen. Auch Fernsehen ist natürlich kein Problem. Nur auf der Straße wird man bestimmt komisch angesehen, wenn man mit Lockenwicklern im Haar herumläuft.

Je nach Modell speichert der Heißwickler die Wärme anders in seinem Inneren. Das kann er, weil er mit einem Wärmespeichernden Material gefüllt ist. Das können je nach Hersteller und Preis die unterschiedlichsten Wärmespeicher sind. Zwei Beispiele möchten wir Ihnen kurz vorstellen.

  • Manche Heißwickler müssen vor dem Wickeln in kochend heißes Wasser eingelegt werden. Ein besonderes Material in seinem Inneren nimmt die Wärme aus dem Wasser auf und kann sie später an die Haare abgeben. Beim Herausnehmen der Heißwickler aus dem heißen Wasser sollten Sie immer aufpassen, denn es herrscht Verbrennungsgefahr. Am besten nehmen Sie die Heißwickler mit einer Zange aus dem heißen Wasser heraus. Nach dem Herausnehmen sollten die Lockenwickler kurz abgetrocknet werden, damit kein heißes Wasser auf die Kopfhaut kommen kann. Diese Heißwickler zählen zu den günstigsten Modellen.
  • Etwas teurere Modelle werden direkt in einer kleinen Station aufgeheizt. Dazu werden sie einfach in eine der vielen vorhandenen Buchsen eingesteckt. Die Station überträgt dann die Wärme in die Heißwickler. In deren Inneren befindet sich oft Wachs, das dann schmilzt wenn es die Wärme aufnimmt. Es wird dann flüssig. Wenn diese Heißwickler in das Haar eingewickelt wurden, gibt das geschmolzene Wachs langsam wieder die Wärme ab. Das macht das Wachs so lange bis es wieder erstarrt. Dann können die Heißwickler wieder entfernt werden und die Locken sind fertig.

Fazit

Sich aus den gefühlt tausend Varianten zum Wickeln von Locken für eine zu entscheiden, überlassen viele dem Zufall, nach dem Motto: „Ist ja egal, ich nehme einfach das!“ Dabei wird oft ein Produkt gewählt das für Anfänger viel zu kompliziert ist, und dann nicht richtig Angewandt wird. Dann ist das Ergebnis dementsprechend und man verliert schnell die Lust an den Locken. Dabei geht es doch auch viel einfacher. Gerade die Lockenwickler sind eine sehr einfache und bewährte Methode um Locken zu wickeln. Das vor über einhundert Jahren erstmals angewandte Prinzip der Lockenwickler hat sich seither kaum geändert. Nur wird immer stärker Technologie eingesetzt, um noch schneller und besser Locken erzeugen zu können. Bei den großen Herstellern werden keine Kosten und Mühen gescheut, um immer bessere Geräte zu entwickeln. Eine dieser Entwicklungen ist der Heißwickler.

Dabei wird eigentlich nur Wärme in einem Lockenwickler gespeichert, die nach dem Eindrehen der Strähnen langsam an das Haar abgegeben wird und so aus normalen Haaren Locken formt. Noch nie war es so einfach, mit einem Lockenwickler Locken zu wickeln. Lästiges herumhantieren mit dem Fön gehört der Vergangenheit an. Mit einem Heißwickler können Sie sehr leicht Locken wickeln, und sie sind auch für Anfänger geeignet.

Falls Sie noch Informationen zu Locken suchen, möchten wir Ihnen unsere Ratgeber empfehlen weil darin die häufigsten Fragen zu Locken beantwortet werden.